
| old town house Surrounded by dense infrastructure and city centre atmosphere, living in the old town offers lots of advantages to all who cannot do without the urban feeling of life. From an entire point of view the old town has a high potential of vast spaces whose use will regain importance. the social and ecological problems of spoliation of the countryside may be another argument. Surprising that the disadvantages of physics of construction of old structures in order to guarantee current comfort of life are seldom counteracted. The fear of efforts of the intervention seems to be too big. The rebuilding of a baroque house in Steyr should demonstrate the opposite and may be an example of energetic revitalisation of old structures. Despite of the doubling of volume the energy value per year could be reduced from 271 to 49 kWh/m². The qualities of the site which are the sloping forest backwards, the classical courtyard and the spectacular view above the river Enns are intensified by the architecture. Beside that the project shows that the use of existing structure is economically wise. In a bigger scale it becomes clear how important the connection of design, use, resources and cost is. Dealing with only one of these themes will not be sufficient tomorrow to solve the growing problems of today. |
| Altstadthaus Umgeben von dichter Infrastruktur und innerstädtischem Flair bietet das Wohnen in der Altstadt für alle, die auf urbanes Lebensgefühl nicht verzichten wollen, viele Vorteile. Gesamtheitlich betrachtet steckt in der Altstadt ein Potential an heute leerstehenden Flächen zur Verfügung, dessen Nutzung künftig wieder an Bedeutung gewinnen wird. Die gesellschaftlichen wie umweltpolitischen Probleme der Zersiedelung dürften ohnedies Argument genug sein. Verwunderlich ist dabei, dass bauphysikalischen Nachteilen von Altbaustrukturen nur selten entgegengewirkt wird, um heutigen Lebenskomfort zu gewährleisten. Zu hoch scheint die Angst vor dem Aufwand an Eingriffen zu sein. Der Um- und Zubau eines gotischen Hauses in Steyr soll das Gegenteil veranschaulichen und kann als Vorbild für die energetische Revitalisierung von Altbauten dienen. Bei einer Verdoppelung des Volumens konnte eine Senkung des Jahresenergiebedarfs von 271 kWh/(m²a) auf 49 kWh/(m²a) erzielt werden. Die Qualitäten des Ortes, die sich im rückseitigen Waldhang, dem klassischen Innenhof und der spektakulären Aussicht über dem Ennsfluss darstellen, sind von den architektonischen Maßnahmen intensiviert. Zusätzlich zeigt das Projekt, dass die Nutzung bestehender Strukturen durchaus auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Das eingeschossige gotische Haus mit 2-geschosshoher Scheinfassade aus dem Barock wurde mit unterschiedlichen wärmetechnischen Massnahmen saniert, das Dach aus neuerer Zeit abgetragen. Zubauten wurden in Form eines aufgesetzten Vollgeschosses und einer Hofbebauung in halber Grundstücksbreite vorgenommen. Ein neuer Deckel mit elfenbeinfarbener Untersicht liegt über dem ganzen Haus und betont dessen Einheit. Sensibles Verschmelzen wird dem gängigen Trennen von Alt und Neu vorgezogen. In größerem Maßstab gedacht, wird klar, wie bedeutsam die konzeptuelle Verknüpfung von Gestaltung, Nutzung, Ressourcen und Kosten ist. Denn die Behandlung nur einzelner dieser Themen wird nicht reichen, um die heute wachsenden Probleme morgen zu bewältigen. |