
| school Micheldorf Die Erweiterung des Klassentraktes basiert auf dem räumlichen System des Bestandes und behält auch die gegebene Gebäudehöhe bei. Die körperhafte Überkreuzung dreier Riegel mit einer leichten Verschiebung der Gangachse wird im Kreuzungspunkt um einen vierten ergänzt, wiederum mit verschobenem Gang bezogen auf den gegenüberliegenden Bestandstrakt. Dies führt zu einem rotationssymmetrisch organisierten Körper, der den neu eingefügten Aufzug gemeinsam mit dem Treppenhaus ins Zentrum rückt. Dadurch gelingt es, eine klar lesbare Vertikalerschließung anzubieten, die für Orientierbarkeit sorgt und die beiden Splitlevels lapidar verbindet. Städtebaulich verstärkt der Zubau die Ausbildung eines Vorplatzes und lässt durch das Abheben vom Boden einen adäquaten Haupteingang entstehen. Die Zugangsloggia erzeugt Aufenthaltsqualität im Vorbereich, die neuen Fahrradabstellplätze liegen unter dem neuen Baukörper. Eine klare und lesbare Eingangshalle stellt den Bezug zwischen Vorplatz, Erschließung und Garderoben her. Die Situierung des Speisesaales im Erdgeschoss des westlichen Traktes ermöglicht diesen zum Vorplatz hin zu öffnen (seine Südverglasung ist von Sitzstufen begeleitet), wodurch er eine atmosphärische Öffentlichkeit erfährt. Die Belieferung von Westen ist direkt und einfach. Die neuen Klassen sind Richtung Süden oder Westen orientiert. Über dem Haupteingang sind Direktion und Lehrerzimmer untergebracht. Die neue Bibliothek ist zweigeschossig mit Galerie vorgesehen und stellt damit eine zentrale Einrichtung dar, die räumlich vertikal verbindet und im Kernbereich liegt. Die Anbindung erordert nur einen punktuellen Eingriff in die bestehende Substanz, dort wo Lift und Bibliothek errichtet werden, und löst damit unaufwändig die innere Organisation. Ein mit der Sanierung notwendiges zusätzliches Fluchtstiegenhaus wird außen am östlichen Trakt angebaut, da dieser die meisten Klassen beinhaltet und das Hauptstiegenhaus die restlichen Einrichtungen entflüchten kann. Gestalterisch soll ein neues Ganzes entstehen, die Lochfassade des Bestandes wird aufgenommen, eine einheitliche vorgehängte Fassade aus Faserzementplatten erstreckt sich über alle Baukörper. Ihre ruhige Erscheinung bettet den Baukörper in die Landschaft ein, sie sorgt für Nachhaltigkeit durch würdevolles Altern. |
| Schule Micheldorf Die Erweiterung des Klassentraktes basiert auf dem räumlichen System des Bestandes und behält auch die gegebene Gebäudehöhe bei. Die körperhafte Überkreuzung dreier Riegel mit einer leichten Verschiebung der Gangachse wird im Kreuzungspunkt um einen vierten ergänzt, wiederum mit verschobenem Gang bezogen auf den gegenüberliegenden Bestandstrakt. Dies führt zu einem rotationssymmetrisch organisierten Körper, der den neu eingefügten Aufzug gemeinsam mit dem Treppenhaus ins Zentrum rückt. Dadurch gelingt es, eine klar lesbare Vertikalerschließung anzubieten, die für Orientierbarkeit sorgt und die beiden Splitlevels lapidar verbindet. Städtebaulich verstärkt der Zubau die Ausbildung eines Vorplatzes und lässt durch das Abheben vom Boden einen adäquaten Haupteingang entstehen. Die Zugangsloggia erzeugt Aufenthaltsqualität im Vorbereich, die neuen Fahrradabstellplätze liegen unter dem neuen Baukörper. Eine klare und lesbare Eingangshalle stellt den Bezug zwischen Vorplatz, Erschließung und Garderoben her. Die Situierung des Speisesaales im Erdgeschoss des westlichen Traktes ermöglicht diesen zum Vorplatz hin zu öffnen (seine Südverglasung ist von Sitzstufen begeleitet), wodurch er eine atmosphärische Öffentlichkeit erfährt. Die Belieferung von Westen ist direkt und einfach. Die neuen Klassen sind Richtung Süden oder Westen orientiert. Über dem Haupteingang sind Direktion und Lehrerzimmer untergebracht. Die neue Bibliothek ist zweigeschossig mit Galerie vorgesehen und stellt damit eine zentrale Einrichtung dar, die räumlich vertikal verbindet und im Kernbereich liegt. Die Anbindung erordert nur einen punktuellen Eingriff in die bestehende Substanz, dort wo Lift und Bibliothek errichtet werden, und löst damit unaufwändig die innere Organisation. Ein mit der Sanierung notwendiges zusätzliches Fluchtstiegenhaus wird außen am östlichen Trakt angebaut, da dieser die meisten Klassen beinhaltet und das Hauptstiegenhaus die restlichen Einrichtungen entflüchten kann. Gestalterisch soll ein neues Ganzes entstehen, die Lochfassade des Bestandes wird aufgenommen, eine einheitliche vorgehängte Fassade aus Faserzementplatten erstreckt sich über alle Baukörper. Ihre ruhige Erscheinung bettet den Baukörper in die Landschaft ein, sie sorgt für Nachhaltigkeit durch würdevolles Altern. |